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Die Firma Ing. RAUCH Fertigungstechnik Ges.m.b.H. aus Gmunden, Österreich beschäftigt sich seit über 20 Jahren mit der Entwicklung und Fertigung von kompletten Systemen im Bereich der Schmelztechnik und des Material-Handlings von Zink- und Magnesium-Gußlegierungen.
Aufgabe der Anlagen ist es, Metallschmelzen kostengünstig für den Gießbetrieb zur Verfügung zu stellen bzw. anfallendes Rücklaufmaterial im eigenen Betrieb zu recyclen und auf schnellstem Wege in den Materialkreislauf zurückzuführen. Das Hauptaugenmerk wird dabei auf die Einhaltung aller Qualitätsstandards und umweltfreundliche Technik bei hoher Anlagenverfügbarkeit gelegt.
Die ersten, ab dem Jahre 1985 gelieferten Anlagen waren Maschinenöfen für Zink-Warmkammer-Druckgießmaschinen. Um den Kundennutzen zu erhöhen, insbesondere um die laufend anfallenden Angüsse zu verarbeiten, wurde das Konzept eines kontinuierlich schmelzenden, indirekt (elektrisch oder mit Brennstoff) beheizten Schmelzofens mittlerweile bei über 90 Firmen realisiert. Durch die indirekte Beheizung konnte Abbrand vermieden und qualitativ hochwertiges Schmelzen erreicht werden.
Eine logische Konsequenz war die Einführung von teil- und vollautomatisierten Flüssig-Beschickungsanlagen. Dadurch konnte ein Schmelzvorgang vermieden, der Energieverbrauch und die Anschlußwerte an den Maschinenöfen erheblich reduziert werden.
Ein wesentlicher Bestandteil der Systeme für Zink und in weiterer Folge für Magnesium ist die patentierte Schmelzenpumpe, welche die Umfüllvorgänge vom Schmelzofen zum Transportbehälter und zum Maschinenofen bewerkstelligt. Sie zeichnet sich durch ihr geringes Gewicht, ihre Robustheit und Wartungsfreundlichkeit aus.
Durch die Entwicklung eines patentierten Zwei- bzw. Dreikammerofens wurde die Trennung zwischen Schmelzkammer und Gießbehälterkammer vollzogen und damit eine konstante Gießtemperatur sowie ein zusätzlicher Reinigungseffekt erzielt. Durch den Einbau einer Pumpe in die ursprüngliche Schmelzkammer wurde diese Kammer als Speicher im Rahmen der Flüssigbeschickung bei konstantem Badniveau im Entnahmebereich nutzbar.
Transportsysteme für die Flüssigbeschickung sind in vielen Varianten realisiert: z.B. der Transport des Flüssigmetallbehälters mittels Stapler oder die automatisierte Flüssigbeschickung über eine Hängebahn.
Die Verfügbarkeit hochreiner Magnesiumlegierungen führte Anfang der neunziger Jahre zu einer verstärkten Anwendung des Magnesiums, die sich mittlerweile über den Automobilbereich hinaus, z.B. in die Kommunikations- und Flugzeugtechnik, ausgedehnt hat.
Konsequent adaptierte RAUCH das für Zink entwickelte Systemkonzept auf den Bereich des Magnesiums. Hier wurde, den spezifischen Eigenschaften des Metalls Rechnung tragend, ein verschärftes Augenmerk auf die Auswahl der mit der Schmelze in Verbindung stehenden Werkstoffe, die Sicherheitssysteme und die Schutzgastechnik gelegt. Hinzu kam die Aufgabenstellung des präzisen Dosierens an der Kaltkammer-Druckgießmaschine. Die anfangs noch kleinen Dosiergewichte bewegen sich heute bereits im Bereich von 20 kg / Schuß und erforderten eine Weiterentwicklung der Pumpentechnik.
Heute werden Dosieröfen mit Schmelzleistungen bis zu 1000 kg Magnesium pro Stunde gebaut, die auch mit entsprechenden Beschickungs- und Vorwärmeinrichtungen versehen werden. Die Verwendung dieser Anlagen führt zu einer Entlastung des Bedienungspersonals und erhöhter Prozeßsicherheit. Die Verwendung von Brennstoffen (z.B. Erdgas) ergibt eine weitere Reduktion der Produktionskosten. Moderne Steuerungs- und Regelungstechnik sichert auch bei hohen Schmelzleistungen die exakte Temperaturführung der Schmelze.
Durch die ausgereifte Schutzgastechnik können alle gängigen Schutzgase unter Berücksichtigung der Umweltauflagen verwendet werden. Gasmengen und -zusammensetzung der Schutzgase werden den jeweiligen Betriebszuständen angepaßt. Redundante Sicherheitssysteme erfassen auch externe Störungen, wie z.B. Stromausfall, Leitungsbruch, ....
Die sparsame Verwendung des Schutzgases wird durch besondere Schleusen- und Verschlußtechnik des Schmelzenraumes sichergestellt.
Die zweistelligen Steigerungsraten bei der Magnesiumverwendung erfordern wie im Zinkbereich die Realisation des In-House-Recyclings. Hier wurde ein modulares System erarbeitet, das diesem Wachstum Rechnung trägt. Anlagen für die Verarbeitung des Rücklaufs unter Salz aber auch ohne Salzeinsatz (kontinuierliches Schmelzen) sind in Betrieb.
Das rückgeschmolzene Material kann entweder abgemasselt werden oder flüssig zu den Gießmaschinen transportiert werden, wobei ein Wiederaufschmelzen vermieden werden kann. Durch die Flüssigbeschickung wird der apparative Aufwand um die Druckgießmaschine (z.B. Massel-Vorwärm- und -Beschickungseinrichtung) verringert. Hohe Anschlußwerte für das Schmelzen sind an der DGM nicht mehr nötig. Das Vorschmelzen des Neumaterials wird sinnvollerweise auch zentral vorgenommen und in die Flüssigbeschickung integriert.
RAUCH liefert auch Anlagen zum thermischen Verdichten von Metallspänen, damit ist deren Einbindung in das In-house-recycling möglich.
RAUCH liefert seine Systemtechnik weltweit. Drei Voraussetzungen waren und sind dafür nötig:
Laufende Forschung und Entwicklung, die auch in enger Verbindung mit Forschungsinstitutionen, wie dem österr. Gießereiinstitut sowie in und ausländischen Universitäten erfolgt,
Ausbildung der eigenen Mitarbeiter insbesondere jener des Kundendienstes sowie Schulung und Training des Kundenpersonals und
Ausbau des weltweiten Kommunikations- und Datenaustauschsystems zur Unterstützung des Kunden beim Betrieb der RAUCH-Anlagen.